[EBook] Clive Cussler – „Killerwelle“

Clive Cussler
„Killerwelle“
Verlag: Blanvalet
ISBN: 9-783-641-15193-5
Seiten: 376
erschienen: 29.01.2015

– gelesen im Februar 2020 –

Clive Cussler habe ich durch einen Zufall mal gefunden und gleich das erste Buch von ihm hat mich komplett geflasht. Deswegen habe ich mir dann auch noch andere Werke von ihm besorgt, von denen ich eins jetzt mal auf meinem SuB (auf meinem EReader) wieder gefunden habe. Also los, lesen wir es.

Klappentext: Juan Cabrillo und die Crew des Sondereinsatzschiffs „Oregon” sind die Einzigen, die die größte Bedrohung aller Zeiten gegen die Vereinigten Staaten noch abwehren können. Doch zunächst müssen sie erkennen, wie ihre letzten Einsätze in aller Welt zusammenhängen. Und was hat es mit der alten chinesischen Waffe auf sich, die die einfachen Soldaten nur »Den Blick des Drachen« nannten – der kommandierende General jedoch den Weg zum sicheren Sieg über alle Feinde Chinas?

Inhalt: Die Mannschaft der „Oregon“ begibt sich in einen Einsatz, bei der es die Tochter eines großen Industriemagnaten zu retten gilt. Was sie jedoch nicht wissen, dass sie von Anfang an hinters Licht geführt worden sind. Auch mit der Befreiung des kleinen behinderten Jungen, aus den Fängen muslimischer Spinner.
Im Laufe der Handlung spitzt sich die Lage genau in dem Maße zu, wie die betroffenen Männer immer mehr hinter die Machenschaften des Auftraggebers kommen. Am Ende entpuppt sich ihr Auftrag als viel größer und gefährlicher, als sie es sich je hätten vorstellen können.
Und am Ende stehen sie vor dem Problem, einem Quantencomputer bekommen zu müssen, ohne dass der etwas mit bekommt. Die Macht eines solchen Apparates wird grausame Realität.

Fazit: Was genau dieser Roman jetzt mit einer Killerwelle zu tun hat, kann ich nicht sagen. Es war im ganzen Buch nicht wirklich die Rede von einer Welle. Geschweige denn von einer Killerwelle. Könnte gut sein, dass der Titel hier im übertragenen Sinne gemeint war.
Fakt ist jedenfalls, dass mich dieses Werk von Cussler nicht so gefesselt hat, wie es jenes getan hat, was mich auf den Geschmack dieses Autoren gebracht hat. Dieser Roman hier war viel zu technisch, als dass er mich wirklich zu hundert Prozent hätte fesseln können. Haarklein wurden militärische Opereationen, deren Vorbereitungen oder auch technische Dinge beschrieben. Diese Beschreibungen haben mich dann immer wieder aus der Handlung geschmissen und der Film in meinem Kopfkino ist gerissen. – Trotzdem habe ich weiter gelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie die Sache denn nun weiter und vor allem aus geht.
Der Zusammenhang mit dem Prolog kommt erst spät. Aber als er dann kam, hat es mich fast von den Socken gehauen. Jahrhundertealte Kristalle sollen der Menschheit plötzlich zu einem Quantencomputer verhelfen…. – Auf die genaue Funktion der Kristalle wurde nicht weiter ein gegangen, aber die Idee dazu war schon nicht schlecht.
Stellenweise kam es mir jedenfalls vor, als wollte der Autor mit seinen wirklich detailreichen Beschreibungen das Buch im Umfang etwas strecken. Denn oftmals ging es mir so, dass ich nicht wirklich verstanden habe, was er da jetzt genau beschrieben hat. Ich habe es dann quasi gelesen und gleich wieder vergessen. Für den Kern der Handlung war es nicht wirklich nötig und somit habe ich es als überflüssig empfunden.
Ebenfalls nicht gegeizt wurde mit Nebensträngen zur Handlung. Sie folgten alle dem Muster, dass sie auftauchten, langsam zur Handlung geführt worden sind und sich dann in der Handlung auflösten. Und schon war Platz für den nächsten Strang. Und doch kommt am Ende alles zu einem Ziel, was mich als Leser dann aber auch igendwie fragend zurück gelassen hat. Was ist denn nun mit dem Quantencomputer? Geht der nach der Aktion noch? Oder die Kristalle…. haben sie die retten können? Fragen über Fragen. Sowas macht mich einfach nur unzufrieden.

Gut recherchiert war der Stoff in jedem Fall. Das ganze technische Wissen und das über militärische Handlungen und Vorgehensweisen müssen ja irgendwo her gekommen sein. Dafür gibt es auf jeden Fall mal meine Hochachtung. Aber eben aufgrund dieser Recherche ist viel Wissen in die Handlung eingeflossen, die mich dann immer mal wieder aus der Handlung heraus katapultiert haben.
Alles in Allem habe ich aber bis zum Schluss gefiebert, bis endlich mal eine Lösung in Sich war. Bis klar war, wie die Geschichte denn nun ausgehen sollen.
Sicherlich nicht das beste Werk von Clive Cussler. In jedem Fall aber interessant und durchaus auch mal lesenswert.

Bewertet habe ich das Buch mit 3 von 5 möglichen Sternen. Ich war enttäuscht, da Herr Cussler wirklich schon besseres geschrieben hat. Dann war mir zu viel unnützes Wissen eingebaut. Viele Einzelheiten hätte es in der ausführlichen Form nicht gebraucht. Im Gegenteil, die Handlung wurde gestoppt und ich raus katapultiert.
Leider hat mich auch das Ende nicht zufrieden gestellt. Da ist zu viel offen, was dem Leser nicht erzählt wird. Und mir ist eben auch nicht bekannt, ob es von diesem Buch noch eine Fortsetzung gibt.

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